Auslöser und Folge von Schlafmangel

Auslöser und Folge von Schlafmangel

Menschen in Deutschland schlafen durchschnittlich 8,22 Stunden pro Nacht - eine beruhigende Statistik, da Schlafforscher empfehlen zwischen sieben und neun Stunden zu schlafen. Trotzdem leidet fast ein Drittel der Deutschen unter Schlafmangel und die Hälfte sucht wegen Schlafstörungen medizinische Hilfe auf. Jeder fünfte Deutsche schläft weniger als sechs Stunden pro Nacht. Heute schläft der Mensch im Durchschnitt eine Stunde weniger als vor einem Jahrhundert. Langfristiger Schlafmangel kann mehr als nur erhöhte Tagesmüdigkeit verursachen: Er kann sowohl physische als auch psychische Beeinträchtigungen hervorrufen und viele Krankheiten sind auf wiederholte Nächte ohne ausreichenden Schlaf zurückzuführen. In diesem Blogbeitrag gehen wir näher auf die Konsequenzen ein.

Die Zeit für erholsamen Schlaf ist knapp

Unser Lebensstil trägt maßgeblich zur hohen Anzahl von Menschen bei, die unter Schlafmangel leiden: Die Doppelbelastung durch Arbeit und familiäre Verpflichtungen raubt uns nicht nur Zeit, sondern belastet auch unseren Geist, was unseren Schlaf stören kann. Wer den ganzen Tag über von einem Termin zum nächsten hetzt und abends immer erreichbar sein möchte, braucht mehr Zeit zur Erholung. Das Licht von Fernsehgeräten, Laptops und Smartphones signalisiert unserem Körper, dass es noch nicht an der Zeit ist zu ruhen. Schicht- und Nachtarbeit wirken sich negativ auf unseren natürlichen Schlaf-Wach-Zyklus aus. Auf lange Sicht entsteht ein Teufelskreis bis weniger Schlaf zur Gewohnheit wird. Dabei ist der Schlaf wichtig für die Erholung und Regeneration wichtiger Körperfunktionen sowie unsere biologische und geistige Entwicklung.

Konsequenzen für den Körper

Während wir schlafen, werden Atmung, Herzfrequenz und Blutdruck auf ein Minimum heruntergefahren, um unserem Körper die Möglichkeit zur Regeneration und Zellneubildung zu geben. Besonders die Tiefschlafphase ist entscheidend für Heilungsprozesse und Körperreparaturen. Unser Immunsystem ist in der Nacht besonders aktiv und bekämpft Angriffe von Viren und Bakterien - es kann sogar entstehende Krebszellen abwehren. Unser Stoffwechsel arbeitet nachts intensiv; wenn wir weniger schlafen, wird unsere Fähigkeit Glukose abzubauen beeinträchtigt - dies kann langfristig zu Gewichtszunahme führen oder Diabetes fördern. Außerdem können Schilddrüsenhormone durcheinander geraten – längerer Schlafmangel kombiniert mit einem stressigen Lebensstil kann eine Unterfunktion der Schilddrüse verursachen. Der Verdauungstrakt leidet ebenso unter Schlafmangel was Übelkeit und Appetitmangel hervorrufen kann. Wer also ständig auf erholsamen Schlaf verzichtet, riskiert seine Gesundheit.

Konsequenzen für den Geist

Schlafmangel hat nicht nur körperliche, sondern auch psychische Auswirkungen. Bereits nach einer einzigen Nacht ohne Schlaf können wir tagsüber Schläfrigkeit, erhöhte Reizbarkeit, Schreckhaftigkeit und Zerstreutheit erleben. Es kann zu Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen kommen. Langfristig kann Schlafmangel unsere Stimmung beeinträchtigen: Wir werden weniger stressresistent, unser Interesse an unserer Umgebung lässt nach und es kann zu chronischen Stimmungsschwankungen bis hin zu Burnout und Depressionen kommen.

Interessanterweise wird kurzzeitiger Schlafentzug gelegentlich als Therapie gegen Depressionen eingesetzt. Nach Untersuchungen von amerikanischen Wissenschaftlern führt bewusstes Wachbleiben tatsächlich zu einer erhöhten Ausschüttung des Hormons Serotonin, das bekanntlich stimmungsaufhellend wirkt. Die Forscher betonen jedoch, dass weitere Studien erforderlich sind um die eindeutige Wirksamkeit dieser Therapiemethode sicherzustellen.

Die Folgen sind durch Studien belegt

Eine Studie aus dem Jahr 2015 hat gezeigt, dass Schlafmangel Menschen unvorsichtiger macht. Die Teilnehmer blieben für 62 Stunden wach und mussten anschließend einfache Entscheidungsfragen beantworten, zu denen sie sofort die korrekten Antworten erhielten. Dieses Feedback folgte einem bestimmten Muster, das ausgeruhte Personen erkennen würden - die übermüdeten Studienteilnehmer konnten dieses Muster jedoch nicht identifizieren.

Laut den Wissenschaftlern erklärt dies auch, warum einige Menschen trotz Schlafentzug in der Lage sind Höchstleistungen zu vollbringen: Übermüdete Personen reagieren in manchen Situationen spontan ohne ihre Handlungen nochmal zu überdenken. Das kann natürlich gravierende Konsequenzen haben – wie zum Beispiel im Beruf oder im Straßenverkehr: Jährlich führen etwa 100.000 Unfälle in den USA auf Sekundenschlaf zurück; medizinische Fehler passieren oft nachts und Katastrophen wie Tschernobyl, bei denen menschliches Versagen eine Rolle spielte, ereigneten sich meist früh am Morgen. Ausreichender Schlaf ist also nicht nur ein persönlicher Luxus sondern unsere gesellschaftliche Pflicht.

Ein angepasstes Bettsystem schafft Abhilfe

Die Folgen von Schlafmangel sind vielseitig und keineswegs harmlos. Aber nicht immer ist eine Krankheit der Grund für unruhigen Schlaf - oft kann das Problem bereits am Bett liegen, wenn es nicht richtig auf den Schläfer abgestimmt ist. Die Experten von dormabell nutzen ausgefeilte und wissenschaftlich fundierte Werkzeuge – wie zum Beispiel das dormabell Mess-System – um Ihre Bedürfnisse zu bestimmen und Ihnen passende Produkte anzubieten. Zögern Sie nicht einen Termin im Bettenhaus Breuer zu vereinbaren!

 

 

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"Ein guter Tag beginnt mit gesundem Schlaf."

Doch richtig guter Schlaf geht darüber hinaus. Deswegen habe wir Ihnen die besten Tipps für guten und gesunden Schlaf auf unserer Webseite zur Verfügung gestellt. Ich selber bin seit 30 Jahren leidenschaftlicher Schlaf-Experte. Und ich kann Ihnen zeigen, wie Sie aus jeder Nacht eine gute Nacht machen.

Manfred KRÄMER | Geschäftsführer Breuer Haus-·& Heimtextilien GmbH